Bei meinem heutigen Rezept steht die Brennnessel im Fokus.
Brennnesseln kennt so gut wie jeder, sie ist dem Spinat sehr ähnlich und eignet sich perfekt um in den verschiedenen Rezepten eingebaut zu werden.

Brennnesseln strotzen gerade so vor tollen Inhaltstoffen die ich euch hier in einem kurzen Steckbrief zusammengefasst habe:

 

Brennnessel (Urtica) /Nesselgewächs

Inhaltstoffe: Kieselsäure, Gerbstoffe, Magnesium, Eisen, Kalium, Silizium, Vitamin C, ….

Verwendbare Teile: Blätter, Samen, Wurzeln

Sammelzeit: Blätter und Wurzeln von März bis Oktober, Samen im Spätsommer & Herbst

Eigenschaften: hautreizend, blutbildend sowie blutreinigend, regt den Stoffwechsel an und ist

harntreibend (Frühjahrskur), sehr gut für Haut, Haare und Bindegewebe

Verwendung: Spinatersatz! (die Brennnessel hat wesentlich mehr Eisen und Vitamin C als Spinat)
Blätter: Tee, Pesto, Würzpaste, Smoothie, Brennnesselchips,  etc..

Samen: (proteinreich) in Müsli, Salat oder Suppe

Wurzeln: Tee, Haarwasser, Kräuterpulver

 

Das ist nur ein kurzer Auszug von dem, was die Brennnessel salles kann und soll euch zeigen wie wertvoll es ist wenn ihr sie in euren Speiseplan miteinbaut.

Zum Sammeln:

Wenn ihr euch auf die Suche nach Brennnesseln macht und sich die ersten Blätter schon spürbar bemerkbar machen ist es oft hilfreich, sich Handschuhe zum Sammeln mitzunehmen.
Ihr könnt aber auch mal eine meiner Kräuterwanderungen besuchen. Dort zeige ich euch, wie ihr die Brennnessel „hinterlisten“ könnt und sie ohne brennen ernten könnt. Außerdem lernt ihr dort viele weitere Wildkräuter kennen und lieben.

Beim Sammeln solltet ihr außerdem immer nur so viel mitnehmen, wie ihr auch wirklich benötigt. Sollte es doch mal etwas zuviel sein könnt ihr die Blätter auch trocknen und als Teevorrat in einem Glas aufbewahren.
In diesem Artikel verrate ich euch noch ein paar weitere Tipps, die ihr beim Sammeln von Wildkräutern beachten solltet.

Nachdem ihr frische Luft, Vitamin D und Brennnesseln gesammelt habt, kann es mit der Zubereitung losgehen.
Das Pesto geht super schnell und einfach und kann für jegliche Gerichte verwendet werden. Egal ob klassisch zu Nudeln oder ins Salatdressing gemischt, hier sind eurer Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Ich liebe z.B.: gefüllte Pilze mit Pesto oder verfeinere meine vegane Low Carb Bruschetta damit.

So nun  aber genug über die Brennnessel, hier kommt das Rezept für euch.
Viel Freude beim Nachmachen und lasst es euch schmecken.

Eure Stefanie von kitchen-corner

Brennnessel Pesto

Zutaten für 1 Glas:

60 g Brennnesselblätter (oder 30g Brennnessel und 30g Giersch)

2 Knoblauchzehen

40 g Cashewkerne

70 g natives Olivenöl

½ – 1 TL Salz (z.B.: Kräutersalz)

1 EL Hefeflocken (optional, hat viele B-Vitamine, gut für Nerven und Co.)

Zubereitung

Die Brennnesselblätter vom Stängel befreien, bei Bedarf waschen und trockentupfen.

Den Knoblauch schälen und mit den restlichen Zutaten in einen Zerkleinerer oder Standmixer geben.
Alles solange auf höchster Stufe pürieren, bis es ein schönes Pesto ergibt. Bei Bedarf einfach noch etwas Olivenöl hinzufügen.

Das fertige Pesto in ein Schraubglas füllen, mit etwas Olivenöl bedecken und im Kühlschrank aufbewahren.
Das Pesto am besten bald aufbrauchen.

P.S.: Meine selbstgemachte Wildkräuterpaste ist eine Art „Pesto ohne Nüsse“ und hält bis zu einem Jahr. Perfekt um die Wildkräuter auch im Winter zu genießen.

Gutes Gelingen und viel Freude mit dem Rezept.

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