Da so viele nach dem Rezept gefragt haben verrate ich euch heute mein leckeres Rezept für die vegane und glutenfreie Lasagne, die ich bei meinem Kochkurs „von der Wiesen aufn Tisch“ mit meinen Teilnehmern zubereitet habe.

Dieser Kurs war eine Kombination aus einer Kräuterwanderung und Kochkurs. Die Kursteilnehmer lernten bei der Kräuterwanderung viel über die unterschiedlichen Wildkräuter welche wir anschließend zu einem leckeren 4 Gänge Wildkräutermenü verarbeiteten. Beim Hauptgang, der Lasagne, haben wir im Kurs zusätzlich aus Brennnesseln und weiteren Wildkräutern einen Wildkräuterspinat gezaubert und den unter die Linsen gemischt.

Da die Wildkräuter um diese Jahreszeit nicht mehr überall verfügbar sind habe ich in diesem Rezept den Wildkräuterspinat weggelassen. Wer aber noch welche zur Verfügung hat kann Brennesseln und Co gerne zu einem Spinat verarbeiten und in die Linsen-Zucchini Lasagne einarbeiten.

Aber nun zum Rezept, das ihr ganz einfach nach euren Bedürfnissen anpassen könnt.
Meine Version der Lasagne ist glutenfrei und kommt ganz ohne tierische Produkte aus.
Statt Fleisch verwende ich Linsen, die ich mit Tomaten und ein paar Gewürzen zu einer leckeren, vegetarischen (veganen) Sauce verarbeitet habe.
Statt den Nudeln verwende ich Zucchini, den ich einfach in Streifen schneide und so als Nudelersatz verwende. Das Ganze klappt auch super mit Kürbis oder Kohlrabi.
Gemüse liefert uns viel mehr Nährstoffe, Vitamine und Ballaststoffe als vergleichsweise Nudeln. Also wieso nicht einfach mal die Nudeln durch etwas frisches Gemüse austauschen?

Bei der Béchamelsauce ist es schon etwas schwieriger diese vegan und gutenfrei zu gestalten. Zumindest war das mein erster Gedanke. Aber nach etwas experimentieren habe ich die perfekte Alternative für mich zu herkömmlicher Béchamelsauce gefunden:

Statt Butter verwende ich sehr gerne „Alsan bio“. Die bekommt ihr im Supermarkt oder im Reformhaus und ist meiner Meinung nach eine super pflanzliche Alternative. Sie eignet sich nicht nur gut als Brotaufstrich sondern auch zum Backen. Wie zum Beispiel für meinen leckeren Mürbteig, den ich für meine vegane Quiche verwende.

Statt normalem Mehl für die Béchamelsauce habe ich einfach Kokosmehl verwendet, das eine leicht süßliche Note in das Gericht bringt. Wer Kokosmehl nicht mag kann aber gerne das Mehl verwenden, das einem beliebt, egal ob glutenfrei oder nicht. Um die perfekte Konsistenz der Sauce zu bekommen sollte das Ganze ein wenig aufkochen und wenn es zu flüssig ist dann einfach noch etwas Stärke dazugeben.

 

Wenn die Béchamelsauce und die Linsen-Tomatensauce zubereitet sind geht es schon ans Schlichten und dann ab in den Ofen damit.

Nach ein bisschen Wartezeit ist die Lasagne auch schon fertig und eure Küche wird von einem herrlichen Duft durchströmt. Dann ist es auch schon Zeit den Tisch für die leckere Lasagne zu decken.

Ich wünsche euch viel Freude beim Nachmachen und ein gutes Gelingen.

Tipp: wenn du die Lasagne einmal abkühlen lässt und sie dann noch mal aufwärmst wird sie fester und lässt sich besser schneiden. Ich bereite deshalb meine Lasagne gerne am Vortag vor.

Linsen Zucchini Lasagne

Zutaten für eine Auflaufform:

200 g Berglinsen

1 Zwiebel

4 große Tomaten (im Winter auch gerne Tomaten aus der Dose)

1 EL Tomatenmark

2 Knoblauchzehen

½ Glas passierte Tomaten (Passata)

1 TL Kümmel ganz, 1 TL Paprikapulver süß +etwas geräuchertes Paprikapulver (optional), Chiliflocken (für alle die ein wenig schärfe mögen), Pfeffer (z.B.: Zitronenpfeffer), Salz

Kräuter: Dost (wilder Oregano), Quendel (wilder Thymian), Rosmarin,..

Für die Béchamelsauce

50 g Alsan bio (alternative Margarine oder Butter)

40 g Kokosmehl (oder ein anderes Mehl das du zu Hause hast)

400 ml Pflanzendrink (z.B.: Hafer- oder Mandelmilch)

1-2 TL Pfeilwurzelstärke (alternativ andere Stärke)

3 EL Hefeflocken

Saft und Schale einer ½ Zitrone

Muskatnuss, Pfeffer, Salz

Außerdem: ca. 500g Zucchini (alternative Lasagneblätter es gibt auch welche aus Dinkelmehl oder eine glutenfreie Variante )

Zubereitung

Die Linsen kalt abspülen und in der doppelten Menge Wasser (ohne Salz) bissfest kochen.

Den Zwiebel kleinschneiden und in einem Topf mit etwas Kokosöl goldgelb anbraten.
Währenddessen die Tomaten waschen und kleinscheiden. (alternative 1 Dose Tomaten)
Den Kümmel etwas mörsern und mit dem Tomatenmark zu den Zwiebeln geben. Kurz aufrühren und die Tomatenstücke dazugeben.

Den Knoblauch kleinhacken und zum Rest in den Topf geben.
Nun noch die passierten Tomaten (aus dem Glas) und die weichgekochten Linsen hinzufügen.

Alles mit Kräutern und Gewürzen gut abschmecken.

Den Backofen auf 180°C vorheizen.

 

Für die Béchamelsauce:

Alsan im Topf schmelzen lassen. Das Kokosmehl einrühren und nach und nach den Pflanzendrink dazufügen und gut umrühren. Die Pfeilwurzelstärke dazugeben (wenn es zu Flüssig ist einfach etwas Stärke oder Kokosmehl dazugeben) und etwas aufkochen lassen bis eine schöne Konsistenz entstanden ist. Die Hefeflocken sowie den Zitronensaft (+ Abrieb der Schale) dazugeben und mit den Gewürzen abschmecken.

Die Zucchini waschen, die Enden abschneiden und in dünne Streifen schneiden.

Nun kann das Ganze geschichtet werden.
Dafür wandert als erstes etwas der Linsensauce in die Auflaufform, darüber kommt die erste Schicht Zucchini ( auf den Zucchini etwas Salz und Pfeffer streuen).
Danach wird es in folgender Reihenfolge geschichtet: Linsen -> Béchamelsauce -> Zucchini -> Linsen -> Béchamelsauce. Zum Schluss noch mit Hefeflocken bestreuen.

Das Ganze wandert für ca. 30 Minuten in den Backofen.

 

Tipp: wenn du die Lasagne einmal abkühlen lässt und sie dann noch mal aufwärmst wird sie fester und lässt sich besser schneiden. Ich bereite deshalb meine Lasagne gerne am Vortag vor.

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