Spät aber doch hat nun auch mich der Bärlauch erreicht. Während in den ganzen sozialen Netzwerken schon jeder fleißig leckere Bärlauch Rezepte postete, musste ich mich noch gedulden, bis er endlich auch bei mir aus dem Boden sprießt. (je nach Region hat der Bärlauch von März bis Mai Saison)

Jaaah nun ist es so weit und auch ich bin mit „Bärlauchfieber“ angesteckt worden. Deshalb habe ich euch gleich mehrere Rezepte aus dem Frühlingskraut kreiert.

Dem Bärlauch werden ja „Bärenkräfte“ nachgesagt und er strotz nur so vor guten Inhaltsstoffen.
Er versorgt nicht nur die Bären nach ihrem Winterschlaf wieder mit vielen Vitaminen und Nährstoffen, nein auch wir profitieren sehr davon.

Zum Beispiel bei Frühjahrsmüdigkeit hilft der Bärlauch. Er bringt den Stoffwechsel auf Vordermann und regt durch die enthaltenen Senföle die Entgiftung in unserem Körper an. Auch unser Verdauung wie Magen und Darm profitieren sehr vom Bärlauch, denn er bekämpft dort durch seine Inhaltstoffe alle schlechten Bakterien und Pilze. Der Inhaltsstoff namens Allicin wirkt außerdem wie ein natürliches Antibiotikum und durch das Vitamin C bekommt auch unser Immunsystem eine extra Portion davon ab.
Also nichts wie los in die Wälder und holt euch eine Portion Power in Form von Wildkräutern.

Aber ACHTUNG beim Sammeln, denn der Bärlauch hat ein paar ähnlich aussehende aber giftige Doppelgänger. (Herbstzeitlose und Maiglöckchen)

Wenn ihr ein paar wichtige Punkte beim Sammeln beachtet kann euch aber nichts passieren, also Augen, Ohren und Nase auf!!

  • 1 Merkmal: der Bärlauch riecht nach Knoblauch (einfach ein Blatt in den Finger zerreiben)
  • Jedes Blatt hat einen eigenen Stängel (kommen einzeln aus den Boden)
  • Außerdem besitzt jedes Blatt eine eindeutige Mittelrippe
  • Die Unterseite des Bärlauchblattes ist matt
  • Außerdem liebt er feuchte halbschattige Standorte und ist in Wäldern zu finden (Bachnähe,..)

P.S. Wenn der Bärlauch seine Blüte zeigt, kann er eindeutig bestimmt werden.

 

Hier ein paar Wichtige Tipps beim Sammeln:

  • Immer nur 2-3 Blätter pro Pflanze nehmen
  • Die Blätter besser abschneiden und nicht ausreißen
  • Nicht am Wegesrand sammeln
  • Keine anderen Pflanzen zertreten

Wenn ihr diese Tipps beachtet könnt ihr jedes Jahr von der Bärlauchvielfalt genießen.

 

Solltet ihr euch trotzdem unsicher sein oder bei euch kein Bärlauch wachsen, keine Sorge. Es gibt ihn auch im Supermarkt zu kaufen.

Nun habe ich für euch ein paar Bärlauch Rezepte kreiert die ich für euch nach und nach online stelle.
Beginnen werde ich mit einem Bärlauchsalz, das ihr super zum Verfeinern eurer Gerichte verwenden könnt. So habt ihr außerdem eine tolle Möglichkeit den Bärlauch für das ganze Jahr haltbar zu machen.

Bärlauchsalz / Kräutersalz

Zutaten:

1 Bund Bärlauch (alternativ Kräuter)

Salz (etwas gröber) (ca. 250g)

Zubereitung

Den Bärlauch waschen und mit einem Küchentuch trocken tupfen.
Den Bärlauch grob hacken und mit einem Küchengerät zerkleinern.
Ich verwende immer einen Mörser, in den ich einen Teil zerkleinerten Bärlauch und einen Teil Salz gebe. Alles mit dem Mörser zu einem schönen grünen Salz verarbeiten, nach und nach Salz und Kräuter dazugeben bis ihr mit der Farbe zufrieden seid. (das Mengenverhältnis spielt nicht so eine große Rolle)

Das Salz dünn auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen und trocknen lassen. (kann etwas dauern)
Alternativ kann das Salz auch bei 50°C im Ofen trocknen.

Das trockene Salz nach Bedarf (sollte es etwas klumpig sein) nochmals mit dem Mörser vermahlen.
Danach in Gläser abfüllen und zum Verfeinern eurer Gerichte verwenden.

So hält sich der Bärlauch ewig.

Eine weitere Möglichkeit den Bärlauch zu konservieren ist in Form einer Würzpaste. Das Rezept dazu findest du hier: Würzpaste
hierfür einfach die Kräuter mit Bärlauch ersetzen.

Gutes Gelingen
Eure Stefanie
von kitchen-corner

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