Auch wenn das Wetter in Tirol oft macht was es will, drängt sich der Frühling mit all seinen frischen Kräutern endlich wieder in den Vordergrund.
Was mein Kräuterpädagogenherz natürlich gleich höher schlagen lässt.

Gerade im Frühling kommt mir das grün der Wiesen wieder so intensiv und wunderschön vor, aber das ist auch kein Wunder nach den verschneiten, kalten Wintermonaten.

Sobald die ersten Kräuter aus den Boden sprießen, kann mich nichts mehr davon abhalten wieder mit dem Sammeln der ersten Frühlingsboten zu beginnen.

Die frischen Kräuter werden dann gleich nach der Ernte in meiner Küche verarbeitet, egal ob als Tee, Kräutersalz, Pesto oder zum Verfeinern meiner leckeren Gerichte. Egal was ihr kocht mit (Wild-) Kräutern könnt ihr eurer Kreativität und eurem Geschmack freien Lauf lassen.

Und weil ich euch in nächster Zeit auch meine Welt der Kräuter etwas näher bringen möchte, habe ich heute ein ganz einfaches Rezept mit Wildkräutern für euch.
Das tolle ist dabei, dass ihr die Kräuter verwenden könnt, die ihr schon kennt (Notfalls auch Küchenkräuter) und ihr braucht für das Rezept NUR 3 Zutaten.

Mit der Wildkräuter-Würzpaste habt ihr eine super Möglichkeit eure Kräuter haltbar zu machen und sie so für längere Zeit aufzubewahren. So habt ihr immer „frische“ Kräuter zu Hause mit denen ihr all eure Speisen verfeinern und würzen könnt. Egal ob ein leckeres Wildkräutersalatdressing, eine leckere Sauce, für Nudelgerichte, als Topping für Suppen oder zum Verfeinern und Abschmecken eurer Lieblingsgerichte.

Aber bevor es zum super einfachen Rezept geht habe ich noch ein paar kurze Tipps die ihr beim Kräutersammeln beachten solltet.

  1. der Sammelplatz sollte nicht in Straßen- oder Bahnnähe sein
  2. Auch Plätze die Hunde gerne aufsuchen sind nicht so empfehlenswert
  3. Bitte nur die Kräuter sammeln die ihr auch 100% bestimmen könnt!!
  4. Nur so viel Kräuter sammeln wie ihr auch wirklich benötigt
  5. Nicht alles an einem Platz sammeln
  6. Immer etwas von der Pflanze stehen lassen, damit sie sich vermehren kann und ihr so ein Leben lang von ihr profitieren könnt. (Auch die Bienen und Insekten freuen sich wenn für sie auch was stehen bleibt)

 

„Indianisch sammeln“ so haben wir das in unser Ausbildung zur Kräuterpädagogin immer genannt. Das heißt wenn ihr die obigen Punkte beachtet wird nach dem Verlassen eures Sammelorts niemand merken, dass ihr da wart.

 

Hier noch ein paar Ideen für Kräuter die gerade aus dem Boden kommen und ihr für die Würzpaste verwenden könnt:

 

Brennnessel

Giersch

Bärlauch

Knoblauchrauke

Vogelmiere

Löwenzahn

Schafgarbe

Spitzwegerich

Gänseblümchen

Scharbockskraut (nur vor der Blüte!)

 

… ich könnte die Liste wahrscheinlich noch ewig weiter führen.
Am besten schmeckt die Würzpaste wenn ihr unterschiedliche Kräuter miteinander mischt.
Und wie schon oben erwähnt, bitte nur die nehmen die ihr wirklich kennt.

(Aber auch eine Würzpaste die nur aus Brennnessel besteht schmeckt super lecker.)

Ich wünsche euch viel Freude beim Kräutersammeln in der Natur und beim Verarbeiten der grünen Schätze die ihr mit nach Hause nehmt.

Eure Stefanie
von kitchen-corner

Wildkräuter Würzpaste

Zutaten:

60 g (Wild-) Kräuter (siehe oben)

60 g Olivenöl (kaltgepresst, Bio)

½ – 1 TL Salz

Zubereitung

Die Kräuter waschen und trocken tupfen.
Alle Zutaten in einen Zerkleinerer geben und so lange mixen bis ein feiner Kräuterbrei entsteht. (bei Bedarf einfach etwas Öl nachgießen)

Die fertige Paste in ein sauberes Gals füllen, mit etwas Öl bedecken und fest verschrauben.

Da das Öl und das Salz konservierend wirken hält die Paste sehr lange. (an einem kühlen und dunklen Ort lagern)

Nach dem Öffnen in den Kühlschrank geben und bald aufbrauchen.

Die Paste eignet sich perfekt zum Würzen und Verfeinern all eurer Gerichte.

Lasst es euch schmecken und viel Freude beim Kochen mit eurer selbstgemachten Wildkräuter Würzpaste.

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